MBSR Kurs, 27. Sept – 15. Nov 2017

in 3 Schritten zum MBSR Kurs

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Vorgespräch und Anmeldung

Melde dich bitte per Email oder telefonisch unter 0676 878 260 959 zu einem unverbindlichen Vorgespräch an.

Die TeilnehmerInnenanzahl ist auf max. 10 Personen begrenzt!

Der Kursbeitrag beinhaltet Vor-und Nachgespräch, 8 Kursabende, den Tag der Achtsamkeit und Kursmaterial (Skriptum, Meditationen als Download oder CD).


Kursdaten

Ort  Zieglergasse 98/14, 1070 Wien
Datum  27. September – 15. November 2017
Dauer 8 Abendtermine von 18:30 bis 21:00
Termine Mi 27. September 2017
Di 3. Oktober 2017
Mi 11. Oktober 2017
Mi 18. Oktober 2017
Mi 25. Oktober 2017
Di 31. Oktober 2017
Sa 4. November 2017, 10:00 bis 16:00, Tag der Stille
Mi 8. November 2017
Mi 15.November 2017
Kosten Early Bird Tarif: € 288 bis 6.September.2017

Regulärtarif € 320

Der Frühzahlertarif gilt bis 4 Wochen vor Seminarbeginn. Danach gilt der Regulärtarif.

(Ermäßigung auf Anfrage)

 

Erreichbarkeit:

U6 Thaliastrasse, dann ca. 10 Gehminuten auf der Lerchenfelderstrasse stadteinwärts oder Linie 46 Station Schottenfeldgasse

U3 Volkstheater, dann 48A Station Neustiftgasse/Zieglergasse oder Linie 46 Station Schottenfeldgasse

Förderungen

Wenn du bei der SVA versichert bist, dann kannst du unter bestimmten Voraussetzungen um eine Förderung ansuchen.

Ermäßigungen

Ermäßigungen für die Kurse sind unter folgenden Voraussetzungen möglich (nur mit Nachweis):
15% für Studenten, Auszubildende, Alleinerziehende und Arbeitslose
Ermäßigung ggf. auf Anfrage

IMP Kurs, 25. Sept – 13.Nov. 2017

Einsichtsdialog

 

Anmeldung

Melde dich bitte per Email oder telefonisch unter 0676 878 260 959 zu einem unverbindlichen Vorgespräch an.

Die TeilnehmerInnenanzahl ist auf max. 10 Personen begrenzt!

Der Kursbeitrag beinhaltet 8 Kursabende, einen ganzen Tag der Achtsamkeit.


Interpersonal Mindfulness Kurs: 25. September – 13. November 2017

Ort  Zieglergasse 98/14, 1070 Wien
Datum 25. September bis 13. November 2017
Zeit 8 Abendtermine von 18:30 bis 21:00
Termine Mo 25. September 2017
Mo 2. Oktober 2017
Mo 9. Oktober 2017
Mo 16. Oktober 2017
Sa 21. Oktober 2017, 10:00 bis 16:00, Tag der Stille
Mo 23. Oktober 2017
Mo 30. Oktober 2017
Mo 6. November 2017
Mo 13. November 2017
Voraussetzungen  Absolvierter MBSR oder MBCT oder MSC Kurs oder lange Meditationserfahrung.
Das Angebot richtet sich in besonderer Weise auch an zertifizierte oder in Ausbildung befindliche MBSR/MBCT/MSC Lehrer.
Kosten Early Bird Tarif: € 288 bis 6.September.2017

Regulärtarif € 320

Der Frühzahlertarif gilt bis 4 Wochen vor Seminarbeginn. Danach gilt der Regulärtarif.

(Ermäßigung auf Anfrage)

Erreichbarkeit:

U6 Thaliastrasse, dann ca. 10 Gehminuten auf der Lerchenfelderstrasse stadteinwärts oder Linie 46 Station Schottenfeldgasse

U3 Volkstheater, dann 48A Station Neustiftgasse/Zieglergasse oder Linie 46 Station Schottenfeldgasse

Ermäßigungen

Ermäßigungen für die Kurse sind unter folgenden Voraussetzungen möglich (nur mit Nachweis):
15% für Studenten, Auszubildende, Alleinerziehende und Arbeitslose
Ermäßigung ggf. auf Anfrage

Brief an m/einen Sohn

Mein lieber Sohn!

Das Leben ist so schön. Jeder Moment entfaltet sich vor deinen Augen auf wundersame Weise. Habe Achtung vor ihm, da er einen Wimpernschlag später schon nicht mehr existiert. Du bist ein wunderbarer junger Mann, hast noch so viel vor dir. Lass dich von deinen eigenen Sorgen und Ängsten nicht treiben, schenke ihnen nicht allzu viel Beachtung. Das sind nur Prüfungen, die dich auf die Zukunft vorbereiten sollen. Wenn du dich ihnen stellt und sie bestehst, dann wird das Leben dich mit viel Freude belohnen. Befreie dich aus deinen Fesseln, damit du ein freier Mensch von Größe wirst, mein geliebter Sohn.

Dein Vater

Navratri – Dandiya Dancing

Gestern noch saß ich am Platz vor dem Tempel auf einer Bank, um voller Interesse den bunten Kreis von Menschen, der sich zu laut aus einem Lautsprecher schallender Musik auf eigentümliche Weise gegenläufig zueinander drehte, zu beobachten. Kleine Kinder, Frauen in bunten Saris und Männer in legerer Alltagskleidung gaben sich vergnügt einem verspielten und bezaubernden Tanz hin. Meine Kamera versuchte vergeblich das festzuhalten, was sie in schwachem Licht noch erfassen konnte und fror gleichermaßen die unentwegte Bewegung in ein statisches Bild ein, gerade einmal einen Augenblick erhaschend, während sich der Kreis immer während weiter bewegte.

Wie vergeblich war der Versuch doch gewesen, die Lebendigkeit des Moments festhalten zu wollen.

Deutlich konnte ich die Freude der Menschen spüren und saß noch für ein lange Weile dort, während ich von der Musik und der Leichtigkeit der Atmosphäre inspiriert, sanft in einen indischen Tagtraum fiel.

Heute, nachdem ich meine leichte Abendmahlzeit eingenommen hatte, gehe ich wieder am Tempel vorbei, biege nach kurzem Zögern rechts ab, durchschreite den schmiedeeisernen Bogen zum Vorplatz und nehme abermals auf der einfachen Bank Platz. Ich versuche noch einmal ein Bild mit der Kamera zu machen und trete nahe an die Stufen heran, die zu der überdachten Tanzfläche führen. Als mich ein älterer Mann an meiner Hand schnappt, habe ich bereits jegliche Entscheidungsmöglichkeit verloren, mich aus dieser Situation noch retten zu können. Er drückt mir zwei bunte Holzstäbe so genannte Dandiya Sticks, von zwei Fuß Länge in die Hand und zieht mich in den lebendigen Kreis hinein. So werde ich von einer Sekunde zur anderen Teil des Dandiya Raas Tanzes, der anlässlich der neuntägigen Feierlichkeiten zum Navratri-Fest in ganz Indien veranstaltet wird und ursprünglich aus dem Gujarat stammt. Nach und nach lerne ich die Bewegung und ordne mich dem Rhythmus der Gruppe unter. Im Takt zur Musik schlage ich zuerst den linken Stock in einer Rückhandbewegung nach links und dann mit der rechten Hand nach rechts auf den Stock des Gegenübers. Während sich mein ganzer Körper rhythmisch um die Hüften bewegt, schlage ich meine beide Stöcke zu meiner rechten aufeinander und dann auf die beiden Stöcke meines Gegenübers, indem ich nach links oben aushole. Wenn das Denken wegfällt, dann mache ich alles richtig. Nach jeder Einheit wandert man einen Schritt nach vorwärts und spielt das Spiel mit einem neuen Mann, einer neuen Frau, einem Kind. Da es sich um zwei gegenläufige Kreise handelt, begegne ich unentwegt neuen Menschen und tausche manchmal verlegene, dann wieder entschlossene Blicke mit ihnen aus, bücke mich zu den kleinen Kindern hinunter, um mich sogleich wieder aufzurichten und einer älteren Inderin in Sari mit meinen Stöcken die Ehre zu erweisen. Die Männer schlagen kräftig und dynamisch, deuten Schläge nur an und spielen mit der Energie, während die Frauen weniger energisch, jedoch mit der selben Freude, Schlag um Schlag austauschen.

Wie immer in Indien werde ich auch gerne als Attraktion benützt und so werden Fotos von mir und den Festgästen gemacht. Bevor eine Tanzpause eingelegt wird, schleppt ein älterer Mann noch seinen Freund in meine Nähe, um einen letzten zögerlichen Stockschlag mit mir auszutauschen, der noch mit der Kamera festgehalten werden muss.

Heute ist der 3. Oktober 2014 und der Höhepunkt des Navratri Festes wird im ganzen Land als ein offizieller Feiertag begangen. Von diesem ist jedoch rein formell nichts zu merken. Alle Geschäfte haben geöffnet, die Handwerker höre ich von der Baustelle um die Ecke hämmern, lediglich der Verkehr kommt mir ruhiger vor. Alle Autos, Motorräder und Tuktuks sind mit bunten Blumengirlanden verziert, an der Kühlerhaube, am Lenkrad.

Der neunte und letzte Tag ist auch als Mahanavami bekannt. Nachdem ich vor zwei Tagen so freundlich eingeladen wurde, noch einmal beim Tempel vorbeizukommen, treffe ich dort am Abend nach Einbruch der Dunkelheit ein und setzt mich wieder auf eine Bank. Nach zehn Minuten erkennt mich ein soeben noch ganz in den Tanz vertiefter junger Mann wieder, deutet mir, dass ich kommen solle und begrüßt mich mit seinem breiten Lächeln. Mit den Dandiya Sticks in der Hand fange ich zu tanzen an und bewege mich, Stockschläge austauschend, unentwegt von einem Menschen zum nächsten. Heute sind alle hier festlich gekleidet! Besonders die jungen Frauen sehen in ihren Anarkali-Suits einfach unglaublich bezaubernd aus. Ich tanze und tanze, eine gute Stunde lang und teile die echte Freude, die mir hier begegnet mit allen Anwesenden. Die laut schallende Musik, die vielen Menschen, welche wohl die Lieder gut kennen müssen, da sie so zahlreich mitsingen, die Abfolge von Momenten verdichtet sich unentwegt und ich spüre einen Anflug von Trance in mir aufkommen.

Wenn da nicht immer wieder die kleinen Kinder wären, die mir auf ihre unschuldige Weise ihre Stöcke entgegen schmettern, so dass ich aufpassen muss, nicht auf den Fingern getroffen zu werden.

Der ausgelassene Abend wird mit einer Puja zu Ehren der Göttin Durga abgeschlossen. Öl-Lampen werden entzündet und die versammelte Menge beginnt wohl ein religiöses Lied zu singen, begleitet von lautem Trommeln und rhythmischem Klatschen.

Lange noch sitze ich mit ein paar Männern zusammen und wir unterhalten uns über die Dinge die man teilt, wenn man sich erst vor Kurzem kennengelernt hat. Ein wie mir vorkommt sehr gut situierter Mann in Pension, der gerade aus Amerika von seiner Tochter gekommen war, lädt mich zu sich ein und gibt mir noch seine Telefonnummer. Viele meiner neuen Bekannten werde ich bald wieder treffen, da ich bereits die nächste Einladung zu einer Zeremonie anlässlich des bevorstehenden Neumondes bekommen habe.

 

Vom Umgang mit Gedanken

Durch die Übung von Innehalten, Atmen und das Beobachten von Körperempfindungen arbeiten wir in MBSR kontinuierlich daran, Raum in uns zu schaffen, der von Bewusstsein durchdrungen wird. Ein Raum der nicht mehr nur von automatischen Reaktionen regiert wird, sondern zunehmend auch als Spielraum erfahren werden kann.

In Stresssituation reagieren wir sowohl auf der Ebene der Gedanken als auch des Körpers. Der Körper ist dabei ein wunderbares Wahrnehmungs-Instrument und ein guter Freund, um Stressauslöser zu identifizieren. Über ihn erfahren wir wichtige Frühwarnsymptome, die auf der Ebene der Gedanken weitaus schwieriger zu erfassen sind. Diese Erfahrung lässt sich durch Übung auch in weiterer Folge auf die Gedanken übertragen.

Unsere Gedanken und speziell jene, die mit Bewertungen einhergehen, entscheiden in hohem Maße darüber, wie wir Stress erleben und darauf reagieren. Ein Großteil des belastenden Anteils von Stress entsteht im Kopf. Dies wussten bereits die alten Griechen wie folgendes Zitat belegt:

Die Menschen werden nicht durch die Ereignisse selbst, sondern durch die Sicht der Ereignisse beunruhigt. (Epiktet)

Durch die Achtsamkeit auf die Gedanken in der Sitzmeditation erlernen wir, stressverschärfende Gedanken wahrzunehmen und mit einer freundlichen Haltung zu beobachten. Wir erfahren, dass Gedanken als Ereignisse verstanden werden können, die vorübergehend erscheinen, also kommen und gehen. Dies zu erlernen erfordert Übung, Ausdauer und Geduld. Indem wir uns auf diese Einsicht beziehen, verlieren die Gedanken immer mehr an Macht über uns, besonders in schwierigen Situationen.

Entgegen gängigem Verständnis geht es in der Meditation nicht darum, einen Zustand von Gedankenleere zu erreichen, sondern Gedanken als solche zu erkennen und dann auch wieder ziehen zu lassen. Die Forschungsfrage welche wir damit an uns selbst richten lautet: Bin ich meine Gedanken oder habe ich Gedanken?

Akzeptieren

Wenn Gedanken sehr hartnäckig oder schwierig sind, besteht der erste Schritt immer darin, sie vorerst einmal wahrzunehmen und ihre Anwesenheit anzuerkennen. Wir sollten uns in keinem Fall dafür verurteilen oder bestrafen, dass sie da sind!

Alternativ kann man ganz bewusst  Selbstmitgefühl entwickeln, indem man innerlich formelhafte Sätze wie „die Gedanken dürfen da sein“, „ich darf Fehler machen“ ausspricht. Das „Ich darf“ ist ein Ausdruck von Akzeptanz und ein Schritt zur inneren Erlaubnis hin, so denken zu dürfen, wie man es gerade tut.

Hinterfragen

Du kannst dir aber auch Fragen stellen wie:

  • Ist das wirklich so?
  • Ist dieser Gedanke hilfreich?
  • Würde eine andere Person, die ich schätze, diesen Gedanken als hilfreich erleben?
  • Was würde ein guter Freund oder eine gute Freundin sagen?
  • Was genau ist so schlimm daran?

Naturphänomen

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass wir von Zeit zu Zeit den Himmel zu unserem Beobachtungsfeld erklären, um darin das Wesen unserer Gedankenwelt zu erkennen.

Schaue in den Himmel und beobachte die Wolken wie sie vorüberziehen. Stelle dir vor, du wärst der Himmel und die Gedanken wären die Wolken die da kommen und gehen, sich fortlaufend verändern. 

In diesem Sinnbild sind Wolken die Gedanken und der Himmel die Achtsamkeit. 

Atmen und Empfinden

Und immer wieder können wir uns, wenn wir uns in Gedanken verloren haben, auf die einfache Übung der Atem- und Empfindungsbeobachtung beziehen. 

Der Geist als Sinnesorgan

Wir können unseren Geist auch als das Sinnesorgan für unsere Gedanken betrachten. So wie wir die Veränderlichkeit von Körperphänomen beobachten, können wir die Unbeständigkeit von Gedanken wahrnehmen. Eine fundamentale Eigenschaft unseres Geistes ist es, zu denken. Dies ist seine wesentliche Aufgabe. Wir brauchen uns jedoch nicht zum Sklaven unserer eigenen Gedanken zu machen. Durch die Meditation entsklaven wir uns sozusagen von ihnen.

Was können wir wahrnehmen, wenn wir unsere Gedanken beobachten?

  • Wir bemerken, wie wir Geschichten erzählen, Gedanken spinnen, innere Landschaften von Tatsachen schaffen, die in der Realität außerhalb von uns nicht existieren. Wir können uns bewusst machen, wie wir die Landkarte mit der realen Welt verwechseln.
  • Wir entdecken wie Gedanken kommen und gehen, ungefragt auftauchen, bleiben und wieder vergehen.
  • Wir sehen einen unendlichen Strom mentaler Ereignisse an uns vorüber ziehen.

Und wieder hilft uns die Natur dabei, unsere innere Wesenheit besser verstehen zu lernen:

Stürme mit unterschiedlicher Intensität tauchen in der Atmosphäre unseres Planeten auf. Wie stark die Stürme auch sein mögen, der Himmel zeigt sich davon unberührt. Er bietet stets genügend Raum, ihnen uneingeschränkt ihre Entwicklung nehmen zu lassen.

Mit der Achtsamkeit schaffen wir diesen Raum in uns selbst, so dass wir die Stürme unserer Gedanken vorüberziehen lassen können. Indem wir uns auf diese Art und Weise von unseren selbst-limitierenden Gedanken befreien, fördern wir einen stabilen Zustand von Freiheit und Frieden.