Interpersonal Mindfulness

Präsenz in Beziehungen kultivieren

Einsichtsdialog

Unser Leben ist ein Netz aus sozialen Beziehungen und Kommunikation.

In Beziehungen finden wir Freude, Anerkennung, Wertschätzung, aber auch leidvolle Erfahrungen; den Wunsch, dass der Moment anderes sein möge, die Sehnsucht nach Veränderung.

Oft funktionieren wir in unseren Beziehungen rein automatisch. Ohne dass es uns bewusst ist, werden wir von Vorlieben und Abneigungen, Vermutungen und Vorurteilen gelenkt.

Die Entwicklung zwischenmenschlicher Achtsamkeit (Interpersonal Mindfulness) macht es möglich, dass wir für uns selbst und für andere präsenter und fürsorglicher werden. Der Interpersonal Mindfulness-Kurs basiert auf der Praxis des „Einsichts-Dialogs“ (Insight Dialog), der von Gregory Kramer entwickelt wurde.

„Berühren und berührt werden, so erschaffen wir unsere Welt“, Gregory Kramer“

Was bedeutet zwischenmenschliche Achtsamkeit (Interpersonal Mindfulness)?

Die Methode basiert auf der Anwendung und Entfaltung der sechs Leitlinien (Guidelines) (Innehalten, Entspannen, sich öffnen, dem Entstehen vertrauen, tiefes Zuhören, das Wahre aussprechen) während man mit einem Partner oder in der Gruppen essentielle Wahrheiten des Lebens kontempliert.

Die Themen welche in den Kontemplationen behandelt werden sind universell und betreffen alle Menschen gleichermaßen.

IM ist eine Gelegenheit die Meditationserfahrung in jenem Bereich zu vertiefen, den wir allzu gerne ausser Acht lassen: unsere sozialen Interaktionen.

 

Lernabsichten

  • Präsenz in Beziehungen kultivieren
  • Die Praxis der Achtsamkeitsmeditation vertiefen
  • Leitlinien (Guidelines) kennenlernen, die Bewusstheit in unseren Interaktionen fördern
  • Die eigenen gewohnheitsmäßigen Reaktionen auf Stress und Unsicherheit in Beziehungen kennenlernen
  • Heilsame mentale Qualitäten und Handlungen kultivieren, schädliche aufgeben
  • Lernen, sich und anderen tiefer zuzuhören

 

Phyllis Hicks, Florence Meleo Meyer
IMP Ausbildung 2017, Holland, Zwanenhof Lehrer: Phyllis Hicks, Florence Meleo Meyer, USA

 

Was darf man sich erwarten?

IM baut auf den Fähigkeiten und Praktiken auf, die im MBSR-Kurs oder andern MBI- Formaten geübt wurden.

Die Teilnehmer erlernen, ein natürliches, weises Bewusstseins beim Hören und Sprechen zu kultivieren.

Diese dialogische Meditationspraxis fördert das Verständnis für das Entstehen von zwischenmenschlichem Stress. Sie bietet einen sicheren Rahmen, uns von den eigenen Begrenzungen des Denkens und Sprechens zu befreien, Pausen im Gespräch zu kultivieren und Mitgefühl zu entwickeln.

Das Format des Kurses erlaubt es den Teilnehmern, unmittelbar zu erleben, wie es sich anfühlt, wenn man aus der gewohnten Reaktivität aussteigt, während man sich im Dialog mit einem Gegenüber befindet.

Weil die Kontemplationen sorgfältig geleitet und zeitlich abgestimmt sind, können die Teilnehmer ihre geistigen und emotionalen Gewohnheiten beobachten, die in der Regel im Strom der stressigen oder aber auch angenehmen Kommunikation verloren gehen.

Mit fortschreitender Übung verbessert sich die Fähigkeit, zur Ruhe zu kommen, Konzentration zu entwickeln. Einsicht und Mitgefühl stellen sich auf natürliche Art und Weise ein.

Der Kurs beinhaltet Dialoge zu Zweit, in der Gruppe, Meditationen zur Förderung von Mitgefühl und Selbstmitgefühl, achtsame Körperarbeit und Gruppen-Diskussionen.

Der Kurs umfasst acht zweieinhalbstündige Abendsitzungen und ein Ganztages-Seminar.

Voraussetzungen

Der Kurs ist offen für alle Absolventen des Trainingsprogramms „Stressreduktion durch Achtsamkeit“ (MBSR) oder „Mindfulness Based Cognitive Therapy“ (MBCT) oder „Mindful Self Compassion Training“ (MSC). Personen mit längerer Meditationserfahrung können nach Rücksprache auch daran teilnehmen.

 

thomas