Ankunft Bombay

Bombay empfängt seine Gäste wie auf einem Friedhof. Am Flughafen warten bereits die Geier auf den Dächern der Gates auf ihre Gäste. Es riecht nach Moder im Flughafengebäude. Dies wird mit der hohen Luftfeuchtigkeit zusammen hängen. Aufpassen muss man, dass man bei der ganzen Imigrations Bürokratie keinen Zettel vergisst, die richtigen Antworten gibt. Auf den Koffer warte ich eine kleine Ewigkeit.

Mein Fahrer wartet auf mich, spricht leider keine Englisch, ist aber sehr freundlich und hilfsbereit.

Bombay hinterlässt einen prägenden Eindruck auf mich. Die Fahrt durch die Strassen gleicht einem Abenteuer. Gut, dass ich im Auto sitze und noch nicht auf die Strasse muss. Im Auto kühlt der Gestank von draußen auf angenehme Temperaturen ab. Als wir stehen bleiben, um Geld abzuheben, bemerke ich erst beim Aussteigen, dass eine Kuh neben mir steht und mir ihr Hinterteil entgegen streckt. Ich gehe zum Geldausgabe Automaten, der von einem Wachdienst geschützt wird. Gut, so habe ich ein sicheres Gefühl. Als ich tatsächlich mit meiner Bankomat Karte indische Rupien beheben kann, macht sich eine große Erleichterung breit. Mit 10.000 Rupien (120 Euro) werde ich lange durchkommen, wenn man bedenkt, dass man bereits um 30 Rupien ein warmes Essen bekommt. Nach schier endloser Fahrt durch die Vorstädte von Bombay gelangen wir aufs Land, um 3 Stunden später im Hotel Westin einzutreffen. Eine Sicherheitskontrolle wie auf einem Flughafen ist beim Betreten des Hotels obligatorisch. Die Sicherheitswache mit dem MG fällt mir erst beim Verlassen des Hotels auf. Ich erinnere mich der Anschläge in Bombay auf ein renommiertes Hotel vor Jahren. 

Indien hat mich wieder und ich bin sehr müde.