FAQ – Häufig gestellte Fragen

Anbei findest du Fragen, die oft im Zusammenhang mit einem MBSR-Kurs gestellt werden.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Was mache ich, wenn ich an einem Termin keine Zeit habe?

Es kommt immer wieder vor, dass Teilnehmende an einem der Termine keine Zeit finden, zu kommen. Eine kontinuierliche Anwesenheit an allen Terminen ist wünschenswert, aber alle von uns werden einmal krank oder haben wichtige Verpflichtungen wahrzunehmen. Du solltest in jedem Fall zum ersten Termin kommen, da hier die Gruppe das erste Mal zusammen kommt und die gemeinsame Reise beginnt.

Wenn du jetzt schon weist, dass du an mehr als 2 Terminen fehlen wirst, würde ich von einer Teilnahme eher abraten und einen günstigeren Zeitpunkt für den Kurs abwarten. Ansonsten kannst du die versäumten Inhalte einer Einheit nachlesen und alle neuen Übungen dennoch praktizieren. Ich informiere dich über alles, was wichtig ist und du hast in der nächsten Kurseinheit die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Sämtliche Meditationen wurden von mir aufgenommen und können von dir abgespielt werden. Damit steht einer kontinuierlichen Praxis nichts im Wege.

Was soll ich mitbringen?

Grundsätzlich brauchst du nichts mitzubringen. Ich stelle Sitzkissen, Meditationsbänke, Yogamatten, Decken und Kissen zur Verfügung. Da im Kursraum keine offenen Getränke konsumiert werden dürfen, empfehle ich, eine Trinkflasche mitzubringen. Es besteht auch die Möglichkeit, sich umzuziehen.

Welche Kursunterlagen bekomme ich? Und in welcher Form werden sie bereit gestellt?

Begleitend zum Kurs erhältst du ein Kurshandbuch als PDF. Darin befinden sich Informationen zu den Achtsamkeitsübungen, Vorlagen für Tagebucheinträge und vertiefende Texte zum Nachlesen. Alle Meditationen und auch Yogaübungen wurden von mir aufgezeichnet und werden als digitale Aufnahmen zum Download bereit gestellt. Die Links zum Download erhältst du am ersten Kursabend.

Ist es wirklich notwendig, jeden Tag zu üben?

Die tägliche Übungspraxis ist ein wesentlicher Bestandteil des Kurses und entscheidet maßgeblich darüber, welche Erfahrungen du machen wirst. Nur durch die kontinuierliche formale und informale Praxis zwischen den Kursabenden, wird es dir gelingen, ein Verständnis dafür zu entwickeln, was in deinem Leben Stress auslöst und wie du darauf reagierst. Diese 8 Wochen können einen großen Unterschied für dein Leben nach dem Kurs bedeuten. Daher ist es wichtig, eine innere Verpflichtung einzugehen, diese Zeit auch wirklich zu nützen und die vorgeschlagenen Übungen durchzuführen.

Du wirst Zeiten erleben, wo dir das Üben leicht fällt, genauso wie solche, wo du keine Lust hast. Dies ist ganz normal. Jon Kabat Zinn hat dazu einmal auf einem Retreat gemeint « Fucking doing it », was so viel bedeutet, es einfach zu tun – ob man mag oder nicht. Geduld und Ausdauer sind grundlegende Aspekte der Achtsamkeitspraxis.

Wie viele Personen nehmen am Kurs teil?

Am Kurs nehmen ca. 8 Personen teil. Manchmal variiert die Gruppengröße, da es kurzfristige Absagen oder Zusagen gibt.

Aus welchen Gründen kommen die Menschen in den Kurs?

Die meisten Menschen kommen in den Kurs, weil sie ein Bedürfnis haben, sich selbst wieder näherzukommen. Damit verbunden ist der Wunsch, zu erlernen, wie man zur Ruhe finden und mehr Gelassenheit entwickeln kann. Viele TeilnehmerInnen entscheiden sich für den Kurs, da sie schlecht schlafen, von Gedanken getrieben werden, unter Unruhe und Anspannung leiden. Andere haben gehört, dass Meditation hilfreich sein kann, um bewusst im gegenwärtigen Moment anzukommen. Auch steht das Bedürfnis im Vordergrund, eine Methode zu erlernen, die man selbständig praktizieren kann. Immer wieder wollen Menschen einfach nur meditieren lernen, da sie ein Buch von Jon Kabat Zinn gelesen haben oder in sich spüren, dass dieser Weg hilfreich sein könnte.

Wie läuft ein typischer Kursabend ab?

Wir praktizieren gemeinsam unterschiedliche Formen der Achtsamkeitsmeditation – im Sitzen, Liegen und in Bewegung. Sanfte Körperübungen gehören genauso dazu, wie die Reflexion der Übungspraxis in der Gruppe und zu Hause. Wir erforschen gemeinsam, wie sich Stress in unserem Leben manifestiert und wie wir darauf reagieren. Über den Kurs hinweg erlernst du, dem Stress in deinem Leben auf alternative Weise zu begegnen. Dies ist das Herzstück der Arbeit in einem MBSR-Kurs und führt bei regelmäßiger Übungspraxis zu einer grundlegenden Veränderung der eigenen Perspektive. Du kannst davon ausgehen, dass du im Kurs zur aktiven Mitarbeit eingeladen bist, denn das gesamte Curriculum wird in Form von Co- Kreation erarbeitet.

Ich habe bereits Erfahrung mit Meditation. Ist es dann sinnvoll, am Kurs teilzunehmen?

Wenn du bereits Erfahrung mit Meditation gesammelt hast, dann ist dies wunderbar. Es sollte dich nicht davon abhalten, am Kurs teilzunehmen. Das große Potential eines MBSR-Kurses liegt darin, dass wir uns über alle Erfahrungen austauschen, die im Laufe der Praxis auftauchen. Meditation ist auch nur so weit hilfreich, als es gelingt, die Früchte der inneren Arbeit in den Alltag zu transferieren. Das was in buddhistischen Traditionen als Leiden bezeichnet wird, bedeutet in unserer Welt nichts anderes als Stress. Mit Stress ist nicht nur Stress in der Arbeit gemeint, sondern eher die Tatsache, dass sich die Welt in und um uns herum verändert. Daher sind wir ständig damit konfrontiert auf diese Veränderung zu reagieren. Je mehr du über diese Zusammenhänge weist, umso besser wird es dir gelingen, ein erfülltes Leben zu führen.

Was mache ich, wenn ich unter körperlichen Einschränkungen leide?

Es kann sein, dass du unter einer chronischen Krankheit leidest, einen Bandscheibenvorfall hattest, nicht auf einem Sitzkissen sitzen kannst. Jon Kabat Zinn sagte so wundervoll: « As long as you are breathing there is more right than wrong with you, whatever is wrong with you ». Keines dieser Leiden ist ein Grund dafür, am Kurs nicht teilzunehmen. Ich würde dich bitten, chronische oder vorübergehende Beschwerden beim Vorgespräch anzusprechen. Ich kann dich beruhigen – niemand wird gezwungen, den Abend auf einem Sitzkissen zu verbringen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten mit körperlichen Einschränkungen zu arbeiten. Es ist jedoch von großer Wichtigkeit, dass du im Kurs für dich selbst gut sorgst und aussprichst, was dir am Herzen liegst.

Wenn ich nicht so gut deutsch verstehe, ist es dann sinnvoll, am Kurs teilzunehmen?

Wir können dies gerne in einem auf Englisch geführten Vorgespräch klären. Immer wieder nehmen Menschen am Kurs teil, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Ich spreche mit dir während des Kurses auch gerne in Englisch. Für die Gruppe ist es bereichernd, wenn Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen am Kurs teilnehmen. Wichtig wäre es, dass deine passiven Deutsch-Kenntnisse gut sind, damit du dem überwiegenden Teil der Inhalte folgen kannst.

Gibt es Ermäßigungen?

Für Studierende, Arbeitssuchende und Alleinerziehende biete ich einen ermäßigten Tarif an. Bitte sprich mich darauf bereits während des Vorgesprächs an.

Ich befinde mich in psychotherapeutischer Behandlung. Kann ich dennoch den Kurs besuchen?

Eine psychotherapeutische Behandlung und der Besuch eines MBSR-Kurses schließen einander überhaupt nicht aus. Beide Verfahren unterscheiden sich auf vielen Ebenen und ergänzen sich gleichzeitig. Im MBSR-Kurs arbeiten wir nicht mit unserer Biografie, analysieren nicht den Ursprung und die Quelle unseres Leidens. Wir arbeiten mit unserer unmittelbaren sinnlichen Erfahrung und erforschen, wie sie sich in unserem Körper-Geist manifestiert. Die Arbeit in einer Gruppe fördert die Selbst- und Fremdwahrnehmung auf besondere Weise und ist damit die ideale Ergänzung zum Einzel-Setting. Die Gruppe ist eine Ressource, die uns die verbindenden Elemente des Mensch-Seins heilsam vor Augen führt. Dies wirkt beruhigend und öffnet den Weg zu einer erweiterten Perspektive. Ein MBSR-Kurs kann und soll jedoch die Exklusivität eines therapeutischen Einzel-Settings nicht ersetzen.

In jedem Fall würde ich dich bitten, mich über eine Behandlung bereits im Vorgespräch zu informieren, da es auch Diagnosen und Lebensumstände gibt, die für die Teilnahme am MBSR-Kurs kontra-indiziert sind. Siehe Kontraindikationen.

Wie geht es weiter, wenn der Kurs vorbei ist?

Du kannst meine Übungsgruppe besuchen oder die von anderen KollegInnen. Wenn dich der MBSR-Kurs begeistert hat, dann würde ich dir auch empfehlen, den Aufbaukurs in interpersoneller Achtsamkeit zu besuchen. Dieser Kurs wird dich enorm bereichern. Gleichfalls kannst du dir überlegen, einmal auf ein längeres Schweige-Retreat zu gehen. Am letzten Kursabend werden wir genug Zeit dafür finden, dieser Frage nachzugehen.

Aus welchen Gründen ist von einer Teilnahme abzusehen?

Faustregel: Wenn du an einer akuten psychischen und/oder körperlichen Krankheit leidest, kannst du vorerst nicht am Kurs teilnehmen. Die Praxis der Achtsamkeit wirkt, wenn auch sanft, konfrontierend. Daher gibt es gute Gründe, darin kein Allheilmittel zu sehen.

Folgende Gründe sprechen gegen die Teilnahme an einem MBSR-Kurs:

  • Substanz-Abhängigkeit oder -Missbrauch
  • akute Krise, Psychose, Suizidalität
  • akute Depression und/oder akute Angstproblematik
  • Panikstörungen oder posttraumatische Belastungsstörung
  • tiefe Trauer, Verlust eines geliebten Menschen
  • körperlich geschwächt – Chemotherapie, usw.

Wenn du dich bereits in ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung befindest, dann kläre bitte ab, ob es einen Grund gibt, von einer Teilnahme abzusehen. In jedem Fall würde ich dich bitten, auch mich über alles zu informieren, was für den Kurs von Relevanz sein könnte.